Basel-III-Regeln
Neue Eigenkapital-Anforderungen
Mit der Einführung der "Basel-III-Regeln", die ab 2013 gelten und bis 2019 schrittweise umgesetzt werden, müssen Kreditinstitute höhere Eigenkapital-Anforderungen als bisher erfüllen. Die strengeren Regeln sollen bewirken, dass Kreditinstitute sich im Krisenfall aus eigener Kraft stabilisieren und retten können.Die nachfolgende Übersicht stellt die Mindestkapital-Anforderungen vor.
| 2013 | 2014 | 2015 | 2016 | 2017 | 2018 | 2019 | |
| Hartes Kernkapital | 3,5% | 4,0% | 4,5% | 4,5% | 4,5% | 4,5% | 4,5% |
| Kapitalerhaltungs-Puffer | - | - | - | 0,625% | 1,25% | 1,875% | 2,50% |
| Hartes Kernkapital gesamt | 3,5% | 4,0% | 4,5% | 5,125% | 5,75% | 6,375% | 7,0% |
| Abzüge vom harten Kernkapital | - | 20 | 40 | 60 | 80 | 100 | 100 |
| Mindestkernkapital-Quote | 4,5% | 5,5% | 6,0% | 6,0% | 6,0% | 6,0% | 6,0% |
| Gesamte Eigenkapital-Quote (incl. Ergänzungs-Kapital) | 8,0% | 8,0% | 8,0% | 8,0% | 8,0% | 8,0% | 8,0% |
| Gesamte Eigenkapital-Quote plus Risiko-Puffer | 8,0% | 8,0% | 8,0% | 8,625% | 9,25% | 9,875% | 10,5% |
- Kreditinstitute müssen Ihre Mindestkernkapital-Quote bis 2015 sukzessive auf 6 Prozent steigern. Diese Quote gibt an, wie viele risikotragende Positionen einer Bank mit Eigenmitteln gedeckt sind, vor allem Kredite.
- Ab 2016 kommt der sogenannte Kapitalerhaltungs-Puffer hinzu, der bis 2019 schrittweise auf 2,5 Prozent anwachsen soll. Er ergänzt das harte Kernkapital, das aus eigenen Aktien und einbehaltenen Gewinnen eines Kreditinstitutes besteht.
- Neben dem Kernkapital ist das Ergänzungs-Kapital ein weiterer Bestandteil der Eigenmittel eines Kreditinstitutes. Dieses setzt sich zusammen aus Genussrechten und langfristigen nachrangigen Verbindlichkeiten. Ein Kreditinstitut muss also ab 2013 inkl. Ergänzungs-Kapital über Eigenmittel in Höhe von mindestens 8 Prozent der Risiko-Positionen verfügen.
