Engagement unserer Mitarbeiter

Nicht nur die Volksbank Jever ist als Bank in unserer Region aktiv, sondern auch unsere Mitarbeiter. In unregelmäßigen Abständen möchten wir Ihnen das ehrenamtliche Engagement vorstellen.

Interview mit Eike Eilers

Ortsbrandmeister der Feuerwehr Hohenkirchen

 

1. Herr Eilers, was für ein Ehrenamt üben Sie aus?
Ich bin Feuerwehrmann in der Feuerwehr Hohenkirchen und dort gleichzeitig als Ortsbrandmeister tätig.


2. Was für eine Funktion haben Sie in der Volksbank Jever eG?
Bei der Volksbank Jever bin ich Teamleiter im Fachbereich "medialer Vertrieb / Zahlungsverkehr". Wir sind u.a. für das Onlinebanking, die Unterstützung der Kunden, Bank- und Kreditkarten, die Internetseite, EC-Karten Geräte und vieles mehr zuständig.


3. Wo üben Sie Ihr Ehrenamt aus?
Als Schwerpunktfeuerwehr der Freiwilligen Feuerwehr Wangerland sind wir im kompletten Gemeindegebiet im Einsatz. Leider auch immer häufiger mal darüber hinaus, wenn z.B. Katastrophen wie das Elbehochwasser die Menschen bedrohen.


4. Was ist Ihre persönliche Motivation ein solches Ehrenamt auszuführen?
Die größte Motiviation ist sicherlich, Menschen in schwierigen Situationen, zu helfen. Diese können einerseits lebensbedrohlich, andererseits existenzgefährdend sein. In jedem Fall stellen Brände und Unfälle Extremsituationen für diese Personen dar. Genau da setzt die Hilfe der Feuerwehren an. Wir fahren oft dort hin, wo die meisten anderen nicht mehr sein möchten, um genau dann den Menschen zu helfen. Manchmal sind Einsätze für die Feuerwehr oder Außenstehende nur "Kleinigkeiten". Wenn aber z.B. das geliebte Haustier in einen Schacht gefallen ist, kann das für einige Menschen das gleiche Gefühl auslösen, wie ein verletzter Angehöriger. Wir helfen dann, wenn Hilfe gebraucht wird, schnell und unkompliziert.

Dieses gute Gefühl nach einem Einsatz, sein Wissen und Können unentgeldlich für jemand z.T. völlig Fremden eingesetzt zu haben, das ist meine Motivation für dieses Ehrenamt.


5. Wie lange sind Sie bereits in diesem Ehrenamt tätig?
In der Feuerwehr bin ich bereits seit mehr als 20 Jahren. Im Alter von 10 - 16 noch in der Jugendfeuerwehr und danach in der Einsatzabteilung. Das Ehrenamt als Ortsbrandmeister bekleide ich seit knapp 4 Jahren. Davor war ich mehrere Jahre als Gruppenführer, stv. Jugendfeuerwehrwart und Gemeindejugendfeuerwehrwart tätig.


6. Welche Ziele haben Sie dort in näherer Zukunft?
Ich möchte insgesamt den bereits guten Ausbildungsstand und die technische Ausrüstung der Feuerwehr weiter verbessern. Eine große Herausforderung der nächsten Jahre wird für alle Feuerwehren sicherlich der demografische Wandel sein. Immer weniger Leute haben noch Zeit und Lust sich mit einem Ehrenamt zu beschäftigen, da auch der eigentliche Beruf immer mehr von den einzelnen Menschen fordert.


7. Wie stellen Sie sich Ihr Ehrenamt in 10 Jahren persönlich und auch organisatorisch vor?
Organisatorisch werden die Feuerwehren weiterhin bei Unglücken aushelfen. Aber sicherlich werden größere Schadensereignisse, wie z.B. Hochwasser und Starkregen, Stürme, Schnee, etc. zunehmen und die Feuerwehren beschäftigen. Immer weniger Einsatzkräften stehen also steigenden Einsatzzahlen und größeren Schadenslagen gegenüber. Es wird sicherlich die größte Herausforderung sein, dies zu bewältigen ohne die verbleibenden Feuerwehrleute zu stark zu belasten.


8. Gibt es auch Dinge, die Sie stören? Wenn ja, welche und warum? Wie könnte man diese Probleme lösen?
Ich bin der Meinung, dass es immer noch zu wenig Anerkennung für das Ehrenamt allgemein gibt. Sicherlich weiß die Bevölkerung vor Ort, welche gute Arbeit z.B. die Feuerwehren in ihrem Ort leisten. Mit fehlt aber die dauerhafte Anerkennung durch die Politik - auch dann, wenn keine Wahl ansteht. Viele gute bis sehr gute Einrichtungen und Leistungen in Deutschland basieren auf ehrenamtlicher Arbeit, aber eine richtige Förderung oder Anerkennung kann ich leider nicht erkennen.

 
9. Inwiefern unterstützt die Volksbank Jever Sie in Ihrem Ehrenamt?
Die Volksbank Jever ist von der Arbeit in der Feuerwehr sehr angetan. Eine Freistellung für Einsätze und Ausbildung ist auf der einen Seite durch das Brandschutzgesetz zwar vorgeschrieben, jedoch gibt es viele Arbeitgeber, die es genau damit nicht so genau nehmen. Das ist beispielsweise in unserem Unternehmen gar kein Problem. Zusätzlich werden jährlich Feuerwehren und Jugendfeuerwehren aus unserem Geschäftsgebiet bei der Ausschüttung der Gewinnsparziehung bedacht und damit die Arbeit unterstützt.